Patientin K.

WENN ES NICHT SO ERNST WÄRE KÖNNTE MAN SICH DARÜBER TOTLACHEN


Seit fünf Jahren doktere ich hier rum. Seit ca drei Jahren weis ich durch mein Recherchieren von dem instabilen Genickgelenk mit Autoimmunerkrankung. Habe es versucht den Ärzten (Hausarzt, drei Orthopäden, zwei Neurologen) zu erklären. Die haben noch nie davon was gehört. Sie meinen Kryptopyrrolurie ist eine Erfindung der Pharmaindustrie. Ja klar, und weiter, dabei bleibt es jetzt. „Kümmer Dich du Psycho“!

 

Ich habe einen HP gefunden, der selbst betroffen war bzw. noch ist und sich der Krankheit angenommen hat obwohl er vor 15 Jahren Ingenieur war. Er hilft mir die Symptome mit Vitaminen in den Griff zu bekommen. Leider können wir nur über Telefon und Mail kommunizieren, da er in E. sitzt.

Leider bin ich auch ein wenig nachlässich in der Einnahme und ein wenig ängstlich da es so viele sind. Außerdem habe ich absolutes Alkoholverbot – aber leider kann ich nicht immer widerstehen (da es auch in diesem Moment eine kleine Entspannung ist) und das wirft mich dann aber für Tage zurück.

 

Ich werde aber nun doch einen Schritt zur weiteren Aufklärung gehen. Ich werde zu einem Upright MRT nach München fahren. Wo ich das Geld für die Reise herbekomme weis ich noch nicht, da mein Mann nicht mehr so richtig bereit ist, mich in der „kuriosen“ medizinischen Laufbahn finanziell zu unterstützen. Ich habe mittlerweile 5.000 EUR an privaten Leistungen ausgegeben. Dazu noch einige Euros die mein Mann mir zur Verfügung stellte. Nun bin ich pleite.

 

Der Erfahrungsbericht eines ebenfalls Betroffenen nimmt mir allerdings den Lebensmut. Denn ich konnte nicht daraus entnehmen, dass es ihm nun irgendwie besser geht. Das lässt mich echt verzweifeln. Wenn ich daran denke, dass ich bis an mein Lebensende mit den Symptomen, Anerkennungsproblemen in der Familie und Ärzte, dem psychischen Druck, leben muss, dann, also ganz ehrlich, da werf ich mir vor den nächsten Zug. Ich hatte am Wochenende solch depressive Phasen die mir echt Angst machen. Ich habe zu nichts Lust mehr. Meine pure Lebensfreude von damals ist einfach verschwunden. Ich habe mich früher, gerade jetzt im Frühling, an jedem Blümchen erfreut. Das Gefühl ist einfach weg.

Meine Kinder (10 und 14 Jahre alt) sind verstört was ich für Psychophasen bzw. Schmerzphasen habe. Wie lange mein Mann das noch mitmacht ist fraglich.

 

Mögliche Unfallsituationen

15 Jahre Handball gespielt (unzählige Möglichkeiten)

1994 Skiunfall – Zusammenprall mit Snowboarder

1996 Verkehrsunfall als Fußgänger mit anschl. Ohnmacht (Beckenbruch)

2003 Verkehrsunfall seitlicher Aufprall

2006 Auffahrunfall

2013 Sturz auf Eisfläche

2015 Vollbremsung während 180° Blick nach hinten

2016 Auffahrunfall beim Kartfahren

2017 Auffahrunfall

 

2011 – begann der Tinnitus

2014 – die folgenden Symptome

 

Nackenschmerzen, 

Hinterkkopfschmerzen,

Kopfdrehungen und Richtungswechsel lösen starken Schwindel aus und Übelkeit,

Kopfdruck und Schwankungen

Tinnitus,

Rückenschmerzen,

das Gefühl den Kopf immer festhalten zu müssen aber die Spannung geht nicht wieder raus,

Gefühl als würde die WS in das Gehirn drücken

Wummernde Wellen, pochen im Hinterhaupt,

Kieferschmerzen,

Zähne überempfindlich,

Metallgeschmack im Hals,

Histaminunverträglichkeit,

Schweisausbrüche,

juckende Pusteln am Körper,

Gefühlsstörung in den Händen und Armen

Benommenheit

Angst

Depressionen

Starke Gereiztheit, launisch,

0% Stressresistent

 

Diagnosen:

Röntgen: Steilstellung der HWS

Röntgen nach Sandberg: keine großen Auffälligkeiten

3x normale MRT HWS: keine Auffälligkeiten

MRT Kiefergelenk: CMD

per Urinprobe: Kryptopyrrolurie

  

Meine ganzen Familienmitglieder denken ich habe einen an der Klatsche und vermuten, dass ich mit meinen Panikattaken auf meine ach so schlimme Krankheit aufmerksam machen möchte. Ist das nicht verrückt, bzw. da bekommt man doch wirklich einen an der Klatsche.

 

Warum wird ein instabiles Genickgelenk nicht ernst genommen? Warum soll eine Stoffwechselstörung an dem Genickgelenk gekoppelt sein? Es glaubt einfach keiner.